Was hilft gegen Durchfall

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Was hilft gegen DurchfallWas hilft gegen Durchfall? Durchfall ist eigentlich keine Krankheit, sondern viel mehr die Bezeichnung von Symptomen, die eine Abwehrmaßnahme des Darms beschreiben. Durch das Eindringen von Schadstoffen, Giften oder Bakterien wird der Darm in seiner Arbeit behindert und er versucht sich selbst zu reinigen. Daher kommt es fast immer zu einem wässerigen Stuhl, oft verbunden mit starken Blähungen.

 

Was hilft gegen Durchfall?

Die Ursachen von Durchfall (Diarrhoe) sind vielfältig:

  • Verunreinigte Nahrung (Lebensmittelvergiftung mit Viren oder Salmonellen-Bakterien)
  • schlechte Hygiene
  • Medikamente
  • Antibiotikabehandlung
  • Allergien gegen bestimmte Nahrungsbestandteile (Laktose, Fruktose)
  • Grippale Infekte (Brechdurchfall)
  • Erkrankungen wie eine Darmentzündung oder eine Darminfektion
  • Der Genuss von unreifem Obst in Verbindung mit Wasser
  • Stress und Angst
  • Reizdarm und chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Durchfall wie Wasser

Wenn mehr als 3mal täglich ein zu dünner Stuhlgang über mindestens zwei Wochen besteht, spricht man von einer chronischen Durchfallerkrankung. Ein chronischer Durchfall schwächt er den Körper enorm, denn das Immunsystem leidet und die Gefahr von Infektionen wächst. Bei immungeschwächten Patienten (z.B. bei Aids) ist Durchfall sogar absolut lebensbedrohlich.

Starker Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern ist daher immer ein Fall für den Arzt, ebenso wenn der Durchfall länger als zwei Wochen andauert oder nach einer Fernreise auftritt.

In der Regel klingen Durchfallerkrankungen in über 90 Prozent aller Fälle nach ein paar Tagen von selbst ab. Allerdings verliert man mit Durchfall sehr viel Flüssigkeit und Nährstoffe sowie Mineralien und Spurenelemente und diese müssen schnellstmöglich wieder zugeführt werden.

Durchfall was tun

Die wichtigste Maßnahme bei jeder Art von Durchfall ist daher der Ausgleich des Flüssigkeits- und Mineralienverlusts. Hier bieten sich sogenannte Elektrolytlösungen an, die leicht selbst hergestellt werden können, z.B. 1 Teelöffel Kochsalz und 4 Esslöffel Haushaltszucker oder Traubenzucker auf einen Liter abgekochtes Wasser.

Grundsätzlich ist es nicht ratsam, einen nicht chronischen Durchfall durch Medikamente völlig zu stoppen. Denn Durchfall ist im Grunde nichts anderes als der Versuch des Darms Giftstoffe und Krankheitserreger auszuscheiden. Stopp man diesen Reinigungsprozess (zu früh), dann kann der Darm die Krankheitserreger und Gifte nicht mehr mit dem Stuhl ausscheiden, was zu weiteren Erkrankungen führen kann. Außerdem findet durch die Einnahme von Medikamenten keine aktive Heilung des Durchfalls statt, da diese lediglich die Darmtätigkeit unterdrücken.

Lediglich in Ausnahmefällen oder bei chronischen Durchfallerkrankungen sollte eine medikamentöse Behandlung in Erwägung gezogen werden, ebenso wenn der Ausgleich des Salz- und Elektrolytverlustes in Verbindung mit einer Diät (z.B. Tee, Zwieback, gesalzene Schleimsuppe) zu keiner Besserung führt. Meist greift man dann auf Arzneimittel mit dem Wirkstoff Loperamidhydrochlorid zurück und diese gehören zu den stärksten und meistverkauften nicht rezeptpflichtige Anti-Durchfallwirkstoffe auf dem deutschen Markt.

Was essen bei Durchfall

Da die Fähigkeit zur Nahrungsaufnahme während einer Durchfallerkrankung eingeschränkt ist, kann kurzfristiges Fasten (bis zu 24 Stunden) durchaus wirksam sein. Die geschädigte Darmschleimhaut kann ohnehin kaum Nährstoffe über die Nahrung aufnehmen und unter Umständen kann Essen sogar zu einer Verlängerung des Durchfalls führen. Allerdings sollten sie viel trinken (milde Kräutertees oder stilles Mineralwasser).

Wenn Sie trotz einer akuten Durchfall-Attacke das Bedürfnis haben sollten Nahrung zu sich zu nehmen, dann nur aus leicht verdaulichen Speisen, wie z.B. zerquetschten Bananen, geriebenen Äpfeln (Pektin) und Zwieback. Erst am Folgetag empfiehlt sich gekochtes Gemüse, Gemüsebrühe, Hühnerfleisch, Kartoffeln, Brot – aber alles fettfreit. Erst am dritten oder vierten Tag nach dem Durchfall sollte man langsam wieder auf normale Essgewohnheiten umsteigen.

Ebenso hilfreich können warmer Heidelbeersaft, Möhrensuppe, bittere Schokolade oder Kakao auf Wasserbasis sein. Vermeiden sollten sie während und gleich im Anschluss einer Durchfallerkrankung schwerverdauliches und alles, was den Darm reizt, also z.B. Hülsenfrüchte, Nüsse, Pilze, Vollkorn-Brot und gebratenes Fleisch, Pilze, Nüsse. Auch fettreiche Nahrungsmittel , sehr Kaltes und sehr Heißes, Eier, Rohkost, Trockenobst, Kaffee, schwarzer Tee und Süßigkeiten sollten sie vermeiden.

Was hilft bei Durchfall

Um die Giftstoffe im Körper zu binden, können auch Wirkstoffe wie medizinische Kohle oder Heilerde (Adsorbentien) angewendet werden. Allerdings gibt es über ihre Wirksamkeit widersprüchliche Aussagen. Heilerde ist Löss oder Lehm und besteht im wesentlichen aus sehr feinen Silikatkristallen, die im Magen-Darmtrakt Substanzen an sich binden können und dann dazu beitragen, dass diese ausgeschieden werden. Im Anschluss an Durchfallerkrankung können auch Präparate mit Mikroorganismen, wie z.B. milchsäurebildende Bakterien hilfreich sein, um die Darmschleimhaut wieder aufzubauen. Diese Mittel müssen aber möglichst hoch dosiert sein, damit sie es zumindest in kleinen Mengen bis in den Darm schaffen und nicht bereits im Magen von der aggressiven Magensäure zersetzt werden. Beispiele sind: Lacteol, Omniflora, Antibiophilus, InfectoDiarrstop LGG, Bio Cult, Hylak-Tropfen. Auch Hefezellen können einen heilenden Effekt haben; Beispiele: Perocur forte, Perenterol, Hamadin oder Santax. Allerdings sollte hier vorab auf eine eventuell bestehende Hefe-Allergie getestet werden.

Hausmittel gegen Durchfall

  • Wärme, z.B. eine Wärmflasche auf den Bauch legen
  • Reisschleim mit Wasser und ein wenig Salz anmachen und essen
  • Einen geriebenen Apfel oder eine pürierte Banane langsam essen, vorher etwas braun werden lassen
  • Viel trinken, z.B. Melissentee, Hagebuttentee, stilles Mineralwasser oder ungesüßte nicht saure Früchtetees
  • Einen Teelöffel Heilerde in einem Glas Wasser verrühren oder Heilerdekapseln einnehmen
  • Ruhe, keine sportliche Aktivität. Stress vermeiden



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